jericho

die u-bahn, in der ich sitze fährt richtung jericho vorbei an smogverseuchten straßen an blechlawinen inkognito durch neblig schimmernde laternen sieht man nur den grauen fluss im asphalt spiegeln sich passanten steigen um von bahn zu bus ••• das rattern wird jetzt monoton und schläfert ein weg von stadt, land, fluss in einem abteil endlich allein ••• bin nicht mehr zu erreichen • hab die heizung abgestellt • und die blumen in meinem fenster • sind wahrscheinlich schon verwelkt • bin nicht mehr zu erreichen • hab den kühlschrank leer geräumt • geh jetzt auf reisen • mit der u-bahn auf schnurgeraden gleisen ••• die u-bahn, in der ich sitze hält nur in jericho an einer palmenschattigen oase richtung vertigo 800 höhenmeter sind es bis zum horizont und 46 kilometer fehlen bis zum heilgen land ••• das rattern wird jetzt monoton und schläfert ein weg von stadt, land, fluss in einem abteil endlich allein ••• bin nicht mehr zu erreichen • hab die heizung abgestellt • und die blumen in meinem fenster • sind wahrscheinlich schon verwelkt • bin nicht mehr zu erreichen • hab den kühlschrank leer geräumt • geh jetzt auf reisen • mit der u-bahn auf schnurgeraden gleisen •••

text von johannes falk musik von manuel steinhoff & daniel jakobi © 2010 scm hänssler, holzgerlingen •••

2 Kommentare

  1. naja, ne u-bahn nach jericho?! da steckt schon mehr dahinter, auch reales! :)

  2. Eine Frage: Gibt’s zu dem Lied spezielle Hintergrundinfos, die man haben sollte, um es genauer zu verstehen? (Ich weiß, wobei es sich um Jericho handelt, aber will der Text unsere Welt oder Ziele mit Jericho vergleichen oder einfach nur aussagen, dass der Autor mal nach Jericho gefahren ist und wie es ihm dabei erging?)

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