philosophie
Wieso, weshalb, warum – für die Hintergründe im stadtklangfluss-Organismus.
Unser Album heißt „Aufbruch“, weil wir daran glauben, dass diese Welt im Wandel und es Zeit für uns ist, darauf zu reagieren. Vor allem die Globalisierung verlangt nach Menschen, die bereit sind Zeit, Energie und Liebe zu investieren und verantwortlich die Zukunft unserer Erde mitzugestalten – wenn wir sie nicht Konzernen und Lobbyisten überlassen wollen. Es ist dran, dass wir uns informieren, vernetzen und den Mund aufmachen. Umweltschutz, Tierschutz, die Bekämpfung weltweiter Armut, die Regelung einer in ihren Auswüchsen rücksichtslosen und destruktiven Marktwirtschaft sind Themen, die uns direkt angehen.
Gott hat uns nicht nur eine Wandergitarre gegeben, ihm schöne Lieder zu singen, sondern auch ein Hirn, uns zu informieren, einen Mund, uns auszutauschen und unsere Meinung zu sagen, ein Herz, endlich die richtigen Prioritäten im Leben zu setzen, und Hände, um anzupacken.
Während wir uns von der Scheinwelt der Werbung einlullen und zum Lustkauf animieren lassen, schuften Menschen unter unzumutbaren Bedingungen bei der Herstellung unserer coolen Klamotten, unseres Kaffees, unseres Süßkrams … und die Liste ist erschreckend lang. Die Finanzkrise wird keine Besserung bringen, ganz im Gegenteil: Während wir darauf bedacht sind, unseren Wohlstand zu verteidigen, geraten die wirklich Armen der Welt aus dem Blick. Was ist mit den Milleniumszielen, die sich die Vereinten Nationen im Jahr 2000 gesetzt haben? Wir sollten die Politiker an ihre Verantwortung erinnern.
Die Weltklimakonferenz ist eine Bankrotterklärung an die Bereitschaft, echte Schritte zu gehen, und die Lobbyisten veralteter und dreckiger Technologien nutzen die verschärften Bedingungen, um „Vorwärts in die Vergangenheit“ auszurufen. Das Bild der Matrix wurde häufig bemüht, auf unsere Gesellschaft aber passt es auf erschreckende Art und Weise: Es ist Zeit, dass wir uns von den manipulativen und verlogenen Lifestylebildern der Werbung freimachen, die Kabel abreißen, die uns zu fremdgesteuerten Konsumenten machen, und Fragen stellen:
- Woher kommen meine Klamotten?
Müssen Frauen und Kinder dafür zu Hungerlöhnen und unbezahlten Überstunden schuften? - Woher kommt mein Essen?
Müssen Kindersklaven für meine Schokolade arbeiten, werden Menschen ohne Schutzkleidung täglich dem Gift von Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt, werden Tiere in unwürdigen Bedingungen eingepfercht? - Woher kommt das Holz meiner Trendmöbel?
- Woher kommt der Stein meines schicken Fliesenbodens?
- Was macht meine Bank mit meinem Geld? Finanziert sie fragwürdige Projekte wie z.B. den Bau von Pipelines durch den Regenwald?
- Will ich so etwas weiterhin unterstützen?
- Wie kann ich es anders machen?
Wir können etwas ändern, wenn wir wollen. Machst du mit?
Hier soll ein Blog entstehen, der sich mit dem Thema Engagement befasst.
Wann, wenn nicht jetzt?
Wo, wenn nicht hier?
Wie, wenn ohne Liebe?
Wer, wenn nicht wir?
Rio Reiser










Ein Pingback
[...] Sache ist schließlich ganz nach meinem Geschmack – ganz besonders, was die Philosophie von Mischa Marin, Manuel Steinhoff und Johannes Falk angeht: Gott hat uns nicht nur eine [...]